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Hygienevorschriften: So sauber muss Ihr Schwimmbadwasser sein!

Wenn ein Kontrolleur Ihres örtlichen Gesundheitsamtes Ihren Pool betritt, setzt er meist zuerst seine Sinnesorgane ein. Ein Blick auf das Wasser und der Grad des Chlorgeruchs geben ihm bereits erste Hinweise darauf, wie gut das Schwimmbadwasser aufbereitet ist. Generell gilt: Schwimmbadwasser muss klar und farblos sein und nur ein leichter Chlorgeruch darf durch die Hallen Ihres Wellnessbereichs schweben.

Mikroorganismen stellen die größte Gefahr dar

Auf Ihre Sinnesorgane alleine können Sie sich natürlich nicht verlassen, wenn es darum geht, für eine optimale Wasserqualität in Ihrem Pool zu sorgen. Die Instrumente, die Ihnen dafür zur Verfügung stehen, mindern zwar die Gefahr, dass durch Mikroorganismen Bakterien, Pilze, Viren und Hefen gefährliche Krankheiten auf Ihre Gäste übertragen werden. Doch dies auch nur, wenn sie richtig eingesetzt werden.

Hygiene-Tipp 1: Physikalische Aufbereitung

Eine perfekte Wasseraufbereitung besteht aus der richtigen Kombination der physikalischen (Umwälzfiltration) und der chemischen (desinfizierenden) Wasserbehandlung. Im Idealfall soll dabei Trinkwasserqualität erreicht werden. Um dies umzusetzen, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Umwälzpumpe innerhalb von 24 Stunden mindestens 4-6 mal den gesamten Beckeninhalt filtert. Ebenso sollten die Kartuschen an den Filtern spätestens nach 24 Monaten ausgetauscht werden. Sprechen Sie mit Ihrem Schwimmbadtechniker, ob diese Voraussetzungen erfüllt werden.

Hygiene-Tipp 2: Chemische Aufbereitung

Computergesteuerte Aufbereitungsanlagen dosieren automatisch die Chemikalien, die Ihr Wasser benötigt und zeichnen dies entsprechend auf. Trotzdem sollte Ihr Haustechniker mindestens einmal täglich, bei starker Frequentierung sogar 2-3 mal täglich die Wasserwerte mit einem Pooltester manuell messen und dokumentieren. Insbesondere Schweiß und Laugen (Duschgel) erhöhen oder senken die Zufuhr von Chlor und PH-Wert-Mitteln. Weisen Sie Ihre Gäste durch entsprechende Beschilderung darauf hin, sich vor dem Betreten des Pools abzuduschen.

Hygiene-Tipp 3: Externe Wasseruntersuchungen

Die Gesundheitsämter schreiben Wasseruntersuchungen auf Mikroorganismen durch Labore regelmäßig vor, jedoch sind die Intervalle je nach Region sehr unterschiedlich. Lassen Sie zur Sicherheit Ihrer Gäste einmal monatlich Ihr Schwimmbadwasser untersuchen. Sie können dann durch eine Umstellung der Chemikaliendosierung schneller reagieren, wenn einzelne Werte zu hoch sind. Kosten: ca. 150,- €.

Hygiene-Tipp 4: Wassertemperatur

Die Wassertemperatur hat auf den täglichen Desinfektionsmittelverbrauch einen großen Einfluss, weil Mikroorganismen bei höheren Temperaturen idealere Voraussetzungen zur Vermehrung vorfinden. Die optimale Wassertemperatur sollte bei 26°C liegen. 1°C mehr bedeutet bereits einen Mehrverbrauch an Chemikalien von 15%.

Mehr Informationen in "Hotelleitung in der Praxis"

 
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