Extras
Shop
Online bestellen und sofort gratis testen:
Alles zum Thema Personal, Marketing, Behörden und Betriebswirtschaft.
Angebot des Monats
Der Erste-Hilfe-Koffer für den akuten Konfliktfall
15 typische Konfliktfälle und wie Sie diese meistern für nur 9,90 €
Hygienevorschriften: So sauber muss Ihr Schwimmbadwasser sein!
Wenn ein Kontrolleur Ihres örtlichen Gesundheitsamtes Ihren Pool betritt, setzt er meist zuerst seine Sinnesorgane ein. Ein Blick auf das Wasser und die Intensität des Chlorgeruchs geben ihm bereits erste Hinweise darauf, wie gut das Schwimmbadwasser aufbereitet ist. Generell gilt: Schwimmbadwasser muss klar und farblos sein und nur ein leichter Chlorgeruch darf durch die Hallen Ihres Wellnessbereichs schweben.
Mikroorganismen stellen die größte Gefahr dar
Auf Ihre Sinnesorgane alleine können Sie sich natürlich nicht verlassen, wenn es darum geht, die Hygienevorschriften in Ihrem Pool zu erfüllen. Die Instrumente, die Ihnen zur Einhaltung dieser Vorschriften zur Verfügung stehen, mindern zwar die Gefahr, dass durch Mikroorganismen Bakterien, Pilze, Viren und Hefen gefährliche Krankheiten auf Ihre Gäste übertragen werden. Doch dies auch nur, wenn sie richtig eingesetzt werden.
Hygiene-Tipp 1: Physikalische Aufbereitung
Eine perfekte Wasseraufbereitung besteht aus der richtigen Kombination der physikalischen (Umwälzfiltration) und der chemischen (desinfizierenden) Wasserbehandlung. Im Idealfall soll dabei Trinkwasserqualität erreicht werden. Um dies umzusetzen, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Umwälzpumpe innerhalb von 24 Stunden mindestens 4-6 mal den gesamten Beckeninhalt filtert. Ebenso sollten die Kartuschen an den Filtern spätestens nach 24 Monaten ausgetauscht werden. Sprechen Sie mit Ihrem Schwimmbadtechniker, ob diese Voraussetzungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften erfüllt werden.
Hygiene-Tipp 2: Chemische Aufbereitung
Computergesteuerte Aufbereitungsanlagen dosieren automatisch die Chemikalien, die Ihr Wasser benötigt und zeichnen dies entsprechend auf. Trotzdem sollte Ihr Haustechniker zur Einhaltung der Hygienevorschriften mindestens einmal täglich, bei starker Frequentierung sogar 2-3 mal täglich die Wasserwerte mit einem Pooltester manuell messen und dokumentieren. Insbesondere Schweiß und Laugen (Duschgel) erhöhen oder senken die nötige Zufuhr von Chlor und PH-Wert-Mitteln gemäß den Hygienevorschriften. Weisen Sie Ihre Gäste durch entsprechende Vorschriften darauf hin, sich vor dem Betreten des Pools abzuduschen.
Hygiene-Tipp 3: Externe Wasseruntersuchungen
Die Hygienevorschriften der Gesundheitsämter sehen Wasseruntersuchungen auf Mikroorganismen durch Labore regelmäßig vor, jedoch sind die Intervalle je nach Region sehr unterschiedlich. Lassen Sie zur Sicherheit Ihrer Gäste einmal monatlich Ihr Schwimmbadwasser untersuchen. Sie können dann durch eine Umstellung der Chemikaliendosierung schneller reagieren, wenn einzelne Werte zu hoch sind. Kosten: ca. 150,- €.
Hygiene-Tipp 4: Wassertemperatur
Die Wassertemperatur hat auf den täglichen Desinfektionsmittelverbrauch einen großen Einfluss, weil Mikroorganismen bei höheren Temperaturen idealere Voraussetzungen zur Vermehrung vorfinden. Die optimale Wassertemperatur sollte bei 26°C liegen. 1°C mehr bedeutet bereits einen Mehrverbrauch an Chemikalien von 15%.
Mehr zumThema Hygienevorschriften im Poolbereich in "Hotelleitung in der Praxis".


