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Hotelleitung aktuell
Ihre aktuelle Ausgabe vom 15.06.2009



Liebe Leserin, lieber Leser,


Hygiene ist immer ein topaktuelles Thema. Leider oft auch schon wegen der häufigen Horrormeldungen von erschreckten, enttäuschten und vor allem auch erbosten Urlaubern, die ungebetene Gäste auf ihren Zimmern angetroffen haben. Oder aber unter verschimmelten Decken schlafen mussten.

Solche Gäste werden im jeweiligen Hotel nie wieder angetroffen werden.

Schützen Sie also Ihre Gäste und Mitarbeiter vor gefährlichen Krankheitserregern durch gezielte Maßnahmen auch in Bereichen, die bisher als unbedenklich galten.

Und sorgen Sie immer für saubere und frische Bettwäsche: Aber sollen Sie die Wäsche lieber mieten oder doch einkaufen? Entscheidungshilfen finden Sie im zweiten Beitrag.


Zufriedene Gäste wünscht Ihnen
Ihre

Anja Pieper
Redakteurin von Hotelleitung aktuell



Das sind Ihre Themen:

Hygienemaßnahmen: Hier lauern die größten Gefahrenherde in Ihrem Hotel

Hotelwäsche: Kaufen oder mieten?



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Hygiene

Hygienemaßnahmen: Hier lauern die größten Gefahrenherde in Ihrem Hotel

Unerwünschte Besucher bereiten einem Hotel immer Probleme. Wenn diese jedoch mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, wird es besonders schlimm.

Bösartige Krankheitserreger
können einen Hotelbetrieb nahezu zum Stillstand bringen, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, die Verbreitung zu unterbrechen. Vermeidbar sind sie nicht, denn überall dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen, existieren sie in großer Anzahl und werden umso schneller übertragen. Hotels sind hier besonders gefährdet.

Verhaltensregeln sollen Infektionen verhindern
Ihre Mitarbeiter müssen Sie nach dem Infektionsschutzgesetz 1-mal jährlich unterweisen, durch welche Maßnahmen die Verbreitung von Viren verhindert werden kann. Das Augenmerk richtet sich hierbei vorwiegend auf die Abteilungen, in denen Lebensmittel verarbeitet werden, weil dort besonders schnell Infektionen entstehen und Krankheitskeime verbreitet werden können.

Ebenso sollen Verhaltensregeln bezüglich der Personalhygiene vermittelt werden, um zu vermeiden, dass Krankheitserreger in die Produktionskette gelangen.

Quick-Tipp: Infektionsschutzgesetz
Welche Inhalte Sie in der jährlichen Unterweisung laut Infektionsschutzgesetz genau vermitteln und welchen behördlichen Nachweis Sie erbringen müssen, können Sie anhand einer Checkliste prüfen. Diese finden Sie zum Download auf www.hotelleitung.org.

Infektionsgefahr durch direkten Kontakt
Doch wie verhalten sich Krankheitskeime in Ihrem Restaurant, in Ihrem Tagungsbereich oder auf Ihren Hotelzimmern? Bisher ist man davon ausgegangen, dass Viren vorwiegend durch direkte menschliche Berührungen, Kleidung und Wäsche und die so genannte Tröpfcheninfektion (Niesen oder Anhusten) übertragen werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung über Gegenstände des täglichen Gebrauchs galt als unwahrscheinlich. US-Forscher haben jedoch jetzt das Gegenteil bewiesen.

Virenverbreitung über den Telefonhörer?

Durch moderne gentechnische Methoden haben sie durch eine Untersuchung in Hotelzimmern festgestellt, dass beispielsweise Grippeviren über Telefonhörer, Türgriffe, Lichtschalter oder die TV-Fernbedienung genauso intensiv verbreitet werden können, wie über die Tröpfcheninfektion.
Während der Untersuchung wurden Testpersonen, die mit Grippeviren infiziert waren, für eine Nacht in Hotelzimmern untergebracht. Alle weiteren Testpersonen, die am Folgetag das Zimmer betraten, waren nachweislich zunächst nicht infiziert.

Ansteckung auch nach der Zimmerreinigung
Zuerst reinigte ein Test-Zimmermädchen das Zimmer, danach wurde ein erneuter Testgast eingecheckt. Wie sich später herausstellte, steckten sich beide mit dem Virus an. Eine Untersuchung des Zimmers ergab, dass selbst nach der Reinigung noch Krankheitskeime, unter anderem am Telefonhörer, Lichtschalter und sogar der Schreibtischoberfläche, vorhanden waren.

Nicht jeder Erreger ist gefährlich
Entgegen der bisherigen Ansicht können somit Viren auch über glatte Oberflächen übertragen werden. Besteck und Stuhllehnen, der Empfangstresen, selbst der Edding in Ihrem Tagungsraum, die Liste ist endlos. Natürlich brauchen Sie nun nicht Ihr gesamtes Hotel täglich zu desinfizieren. Schließlich ist nicht jeder Virus gleich gefährlich und nicht jeder Mensch gleich anfällig.

Doch durch einige gezielte Maßnahmen können Sie zumindest die Wahrscheinlichkeit einschränken, dass sich gefährliche Viren in Ihrem Hotel ausbreiten.

Checkliste: So minimieren Sie die Ausbreitung von Krankheitserregern in Ihrem Hotel
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter ausführlich über die Verbreitungswege von Viren.
  • Benutzen Sie in allen Bereichen Ihres Hotels desinfizierende Reinigungsmittel und Desinfektionssprays.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter überall in ihren Arbeitsbereichen desinfizierende Handwaschmittel und Einweghandtücher haben.
  • Lassen Sie Ihre Zimmermädchen Einweghandschuhe bei der Arbeit tragen.
  • Weisen Sie Ihre Mitarbeiter darauf hin, dass sie bei einer bekannten Infektion nicht arbeiten dürfen.
  • Desinfizieren Sie insbesondere während Grippewellen auch Gebrauchsmaterial der Gäste (z. B. im Tagungsraum).


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Einkauf

Hotelwäsche: Kaufen oder mieten?

Die Qualität und der Zustand Ihrer Hotelwäsche tragen entscheidend dazu bei, wie wohl sich Ihre Gäste in Ihrem Hotel fühlen. Wenn nun jedoch Ihre Tisch-, Bett- und Frottierwäsche verschlissen, verfleckt oder unmodern ist, kann Ihnen die beste Wäscherei, ganz gleich ob intern oder extern, nicht mehr helfen. Dann ist Ersatzbeschaffung angesagt.

Kauf bietet kaum Vorteile
Die Überlegung, ob nun der Kauf oder die Anmietung neuer Hotelwäsche die richtige Lösung für Ihren Betrieb ist, hängt entscheidend vom Verschleiß und dem Nutzungsgrad Ihrer Wäsche ab.

Bedingt durch nicht entfernbare Flecken, Brandlöcher und natürliche Abnutzung durch häufiges Waschen und Mangeln kann es Ihnen bei eigener Hotelwäsche bereits nach relativ kurzer Zeit passieren, dass Ihr Bestand nicht mehr ausreicht und Wäsche nachgekauft werden muss. Sinnvoll wird der Kauf nur, wenn Sie bewusst verschiedene Serien in kleineren Mengen anschaffen, die Sie gezielt in dazu passenden Zimmern und Teilen Ihres Restaurants einsetzen.

Vielseitiger Service
Textile Mietdienstleistungen oder Textil-Management sind eher unhandliche Begriffe. Jedoch verbirgt sich dahinter mehr als nur die Anmietung und Lieferung von Hotelwäsche.

Viele Mietwäsche-Anbieter versorgen Hotels heute ebenso mit:
  • Mengen-Bedarfsanalysen
  • Beratung bezüglich Stil und Qualität
  • Beschwerdemanagement zwischen Hotel und Wäscherei
  • kostenstellenbezogener
  • Rechnungsstellung zur Vereinfachung des Controllings
Bei Wäscherei bleiben
Wenn Sie mit Ihrer derzeitigen Wäscherei zufrieden sind, müssen Sie bei Abschluss eines Mietwäschevertrags nicht zwangsläufig die Wäscherei wechseln. In der Praxis zeigt sich häufig, dass oft auch aus logistischen Gründen die bestehende Wäscherei in den Vertrag aufgenommen werden kann.

Die größten Vorteile
  • Austausch von verschlissener oder beschädigter Wäsche ohne Zusatzkosten
  • kaum Lagerhaltungskosten
  • Aufstockung des Bestands zu Spitzenzeiten, dadurch keine Engpässe
  • sofort abschreibbare Kosten, da keine Kapitalbindung
  • bei Stückpreisabrechnung gute Kostenkalkulation möglich

Vertrag eingehend prüfen
Wie umfangreich Sie diese Vorteile auskosten können, hängt entscheidend von den Vertragsbedingungen des Anbieters ab. Nach wie vor gibt es Anbieter, die teilweise zu lange Vertragszeiten zu nicht immer günstigen Konditionen anbieten. Außerdem sind die Preis- und Abrechnungsmodalitäten sehr unterschiedlich.

Prüfen Sie daher eingehend folgende Punkte:


Die größten Risiken
  • Vertragsdauer sollte 3 Jahre nicht überschreiten
  • Instandhaltung, Reinigung und Austausch beschädigter Wäsche müssen Anbieter obliegen
  • Austauschmodalitäten müssen Vertragsbestandteil sein
  • Aufstockung des Bestands muss zum Vertragspreis möglich sein
  • Mietpreis muss transparent sein: nur zu reinigende Wäscheteile dürfen berechnet werden, keine Lagergebühren, Grundpauschalen oder ähnliche Zusatzkosten akzeptieren!
  • Abrechnung nur per Stückpreis, nicht nach Gewicht
  • monatliche Abrechnungen vereinbaren

Wichtig: Korrekte Übergabe
Nehmen Sie sich bei der Erstlieferung der Wäsche ausreichend Zeit für die Abnahme und Inventarisierung. Das Übergabeprotokoll ist Vertragsbestandteil und spiegelt Ihren Bestand über die gesamte Vertragszeit wider. Sollte es später zu Streitigkeiten hinsichtlich des Bestands kommen, werden beide Parteien auf das Übergabeprotokoll zurückgreifen. Vereinbaren Sie zusätzlich 2–mal pro Jahr Inventuren, bei denen Bestand und Qualität geprüft werden.

Schwachpunkt Wäscheaustausch
Eine der größten Schwächen während der Vertragslaufzeit zeigt sich oft beim Austausch von beschädigter Wäsche. Da diese nicht von der Wäscherei, sondern vom Wäscheanbieter ausgetauscht wird, kann es lange dauern, bis dieser auf seiner nächsten Tour bei Ihnen vorbeischaut. Nicht selten verzögern die Anbieter diesen Vorgang bewusst, da dadurch Kosten für sie entstehen. Für Sie kann dies bedeuten, dass Ihnen zu Spitzenzeiten Ihr Bestand nicht ausreicht.

PraxisTipp:
Vereinbaren Sie mit dem Vertreter Ihres Mietwäsche-Anbieters einen regelmäßigen Besuchsturnus, bei dem er beschädigte Wäsche mitnimmt und den Ersatz über die Wäscherei an Sie zurückliefert. Die meisten Anbieter verfügen über Erfassungsformulare für beschädigte Wäsche. Lassen Sie diese regelmäßig von Ihrem Housekeeping führen und ablegen, damit Sie eine bessere Kontrolle über den Wäscheaustausch haben.


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Ein Grossteil Ihrer Karriere hängt von diesem Faktor ab…

Obwohl dieser Faktor so wichtig ist, fehlt im Arbeitsalltag oft die Zeit, sich ausreichend auf ihn vorzubereiten. Dennoch entscheidet er darüber wie kein zweiter, wie gut oder schlecht Ihre Führungsqualitäten bei Mitarbeitern, Vorgesetzten und Geschäftspartnern wahrgenommen werden.

Dieser Faktor ist die Fähigkeit, richtig Gespräche zu führen!
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