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Kurzzeit-Komfort für den Hotelgast der Zukunft
Sie kommen in ein Hotelzimmer. Das Zimmer ist geräumig und funktional eingerichtet: Statt eines Kleiderschranks, eine Garderobe und eine stabile Kofferablage. Das Licht ist variabel. Arbeitslicht am funktionalen Schreibtisch. Der PC-Anschluss ist gut zugänglich. Beim Betreten des Hotelzimmers schaltet sich automatisch das Deckenlicht ein, der Fernseher geht an und präsentiert Ihnen das Hotel.
Zukunftsmusik? Nein. So könnte in der Tat das Hotelzimmer von morgen aussehen. Denn ein wichtiger Trend in der Hotellerie ist das auf die Bedürfnisse des Hotelgastes noch stärker zugeschnittene Zimmer. Um die Marktpotenziale richtig einschätzen zu können, ist es für Sie als Hotelleitung wichtig, zu wissen was der Hotelgast der Zukunft wünscht, braucht und bekommen kann.
Ein Trend im Hotelgewerbe ist schon heute erkennbar: Die Hotelgast-Gruppe der Geschäftsreisenden oder Kurzurlauber, die nur wenige Nächte im Hotel verbringen wird immer größer. Das bedeutet dreierlei:
- Komfort für kurze Zeit: Statt Behaglichkeit für Langfristentspannung in einem mehrwöchigen Urlaub, erwarten künftig immer mehr Hotelgäste einen angenehmen Kurzaufenthalt.
Praxis Tipp: Konkret bedeutet das z. B. für die Zimmereinrichtung: Verzichten Sie auf platzraubende Schränke. Der Kurzurlauber lebt aus dem Koffer. Stellen Sie eine stabile Kofferablage bereit und einen Kleiderständer zum Auslüften getragener Kleidung. - Vom Hotelzimmer zum Büro: Geschäftsreisende brauchen heute vor allem einen schnell funktionierenden Internetanschluss, damit sie vom Hotelzimmer aus "online-gehen" und von dort aus Ihre Arbeit erledigen können.
Praxis Tipp: Verzichten Sie auf einen formschönen Sekretär. Der Geschäftsreisende braucht einen soliden Schreibtisch. Geben Sie Kosteneinsparungen, beispielsweise über Flatrate, an Ihre Kunden weiter. - Individuelle Freizeit: Wer alleine reist, verbringt auch seine Freizeit individuell. So wird der Geschäftsreisende die Sauna ebenso schätzen wie das Schwimmbad, den Fitnessraum oder die markierte Joggingstrecke rund ums Hotel.
Praxis Tipp: Stellen Sie sich jetzt schon auf die Bedürfnisse der Hotelgäste ein. Versuchen Sie das Sport- und Freizeitangebot Ihres Hotels auszubauen. Übrigens: Es muss nicht gleich ein neues Schwimmbad sein. Wie wär's mit einem Wellnessangebot: Fußreflexzonenmassage, Thai Chi- oder Yoga-Kurse.
Damit Ihr Hotelgast unkompliziert alle Serviceangebote des Hotels nutzen kann, wird sich die so genannte Smartcard durchsetzen. Ähnlich wie der Schlüssel im Kartenformat für das Hotelzimmer, enthält diese Karte einen zusätzlichen Chip, auf dem Informationen gespeichert sind, z. B. ob der Gast berechtigt ist:
- den Tennisplatz,
- die Sauna oder
- den Seminarraum zu benutzen.
Im Hotel selbst wird die Vernetzung aller Haustechniksysteme die Herausforderung der Zukunft darstellen. Der Computer weiß, welche Zimmer gerade bewohnt sind, wo die Heizung, das Licht, die Klimaanlage angeschaltet werden muss. Es liegt an der Hotelleitung, das dieses Potenzial richtig genutzt wird.
Mehr zum Thema Hotelgast der Zukunft in „Hotelleitung in der Praxis“.


