Extras
Shop
Online bestellen und sofort gratis testen:
Alles zum Thema Personal, Marketing, Behörden und Betriebswirtschaft.
Angebot des Monats
Der Erste-Hilfe-Koffer für den akuten Konfliktfall
15 typische Konfliktfälle und wie Sie diese meistern für nur 9,90 €
Arbeitszeitmanagement
In kaum einer anderen Branche ist die Gestaltung der Arbeitszeit so vielen Faktoren ausgesetzt, wie in der Hotellerie. Für die Hotelleitung stehen die Wirtschaftlichkeit und Gästeorientierung, aber auch Mitarbeiterbindung und Gesetze im Vordergrund. Für unser Personal sind die beruflichen Entwicklungschancen und Qualifikationen, sowie Arbeitsplatzsicherheit und private Interessen von Bedeutung. Und darüber stehen unsere Gäste, die durch ihr Ausgabe- und Ausgehverhalten und durch ihre Erwartungen an Service und Qualität die Arbeitszeit in der Hotellerie entscheidend mit gestalten.
Flexible und moderne Arbeitszeitmodelle
Feste Dienstzeiten zu schaffen, die allen Beteiligten den größtmöglichen Nutzen bringen, wird auch in Zukunft nicht möglich sein. Jedoch können wir als Hotelleitung über moderne Arbeitszeitmodelle nachdenken, die mit den klassischen Dienstzeiten - Teil- und Schichtdienst - kombiniert werden können und durch ihre Flexibilität den Ansprüchen unserer Gäste gleichermaßen gerecht werden, wie sie auch unsere Vorstellungen und die unseres Personals berücksichtigen.
Beispiel 1: Rufbereitschaft
Bei plötzlich erhöhtem Personalbedarf durch betriebliche Spitzen oder bei Personalausfällen helfen wir uns als Hotelleitung üblicherweise durch den Einsatz von Aushilfskräften. Das Problem hierbei ist jedoch, dass Aushilfen oft nicht immer gerade verfügbar sind und höhere Personalkosten bedeuten. Eine sinnvolle Alternative hierzu ist die Einführung eines Rufbereitschaftssystems. Hierbei planen Sie als Hotelleitung im Rahmen Ihrer üblichen Dienstplangestaltung pro Abteilung einen Mitarbeiter auf Abruf ein, der bei unvorhersehbaren betrieblichen Schwankungen oder Personalausfällen einspringt.^
Wichtig ist jedoch, dass Sie als Hotelleitung eine Rotation einführen, damit gerechterweise jeder Mitarbeiter diesen Dienst auf Abruf einmal übernimmt. Die Vergütung kann in Freizeit oder Entgelt abgegolten werden. Die anfallenden Kosten lassen sich hierdurch besser kalkulieren und Arbeitszeiten effizienter planen, für Sie und Ihre Mitarbeiter. Als Hotelleitung handeln Sie arbeitsplatzsichernd und garantieren Qualität in dem Sie eingearbeitete Volloder Teilzeitkräfte, statt angelernter Aushilfen einsetzen.
Beispiel 2: Arbeitszeitkonten
Überstunden sind in der Hotellerie üblich. Damit sich jedoch Überstunden nicht unkontrolliert anhäufen, ist die Einführung von Arbeitszeitkonten zweckmäßig. Auf dem Arbeitszeitkonto wird die tarifliche, betriebliche oder individuell vereinbarte Arbeitszeit, mit der tatsächlich angefallenen Arbeitszeit verrechnet. Hierbei werden 3 Phasen unterschieden:
- Phase 1: 0 bis +/-15 Überstunden
Die Überstunden befinden sich im üblichen Rahmen. Der Mitarbeiter kann in Absprache mit Ihnen als Hotelleitung überseine Arbeitszeit verfügen. - Phase 2: +/-16 bis +/- 30 Überstunden
Es besteht Handlungsbedarf. Eine Regelung liegt bei Ihrem Mitarbeiter in Absprache mit Ihnen als Hotelleitung, damit dieser wieder in Phase 1 zurückkehrt. In Ausnahmefällen kann das Konto jedoch auch stärker belastet werden. - Phase 3: mehr als +/-31 Überstunden
Unverzüglicher Handlungsbedarf. Als Hotelleitung nehmen Sie den Ausgleich des Arbeitszeitkontos, in Form der für Ihren Betrieb geltenden Regelung vor.
Gravierende Vorteile
Durch die Arbeitszeitkonten können Ihre Mitarbeiter ihre Dienstzeiten individuell innerhalb des von Ihnen vorgegebenen Rahmens einteilen. Dies setzt jedoch eine intensive Schulung, klare und transparente Regelungen und entsprechende Gewissenhaftigkeit bei Ihrem Team voraus. Allerdings ergeben sich aus diesem System ein ganze Reihe gravierender Vorteile:
- Schwankungen im Gästeaufkommen können einfacher aufgefangen und Leerläufe besser verhindert werden
- Das Personal kann bedarfs- und belastungsgerechter eingesetzt werden
- Fehlzeiten können verringert werden
- Mitarbeiter übernehmen mehr Eigenverantwortung und sind dadurch motivierter
- Teure Überstunden und Zulagen können vermindert werden
- Personalbindung kann gesteigert werden
Mehr zum Thema Arbeitszeitmanagement in "Hotelleitung in der Praxis".


